23.02.2016 14:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Schnaps
Schnapsbrenner hatten 2015 ein gutes Jahr
Die Schweizer Spirituosenbranche blickt auf ein gutes Jahr zurück. Im Brennjahr 2014 bis 2015 wurden 16'360 Hektoliter reinen Alkohols gebrannt. Das sind 42 Prozent mehr als im Vorjahr und 7 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Die Produktion habe dank den guten Ernteerträgen zugenommen, schreibt die Eidgenössische Alkoholverwaltung in einer Mitteilung vom Dienstag. Am stärksten gestiegen ist die Produktion von Zwetschgenbrand und Kirsch.

Kernobstdestillate dagegen verloren weiter an Boden. Seit Anfang der Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts sei in der Schweiz noch nie so wenig Apfel- und Birnenbrand hergestellt worden, heisst es in der Mitteilung.

Rückgang bei Import und Export

Die ausländischen Spirituosen blieben mit einem Anteil von 76 Prozent auch 2015 marktbeherrschend. Die Spirituosenimporte sanken im vergangenen Jahr jedoch um 2 Prozent auf rund 83'000 Hektoliter reinen Alkohols. Den Spitzenplatz behält der Whisky, obwohl die Whisky-Importe auf das tiefste Niveau seit 2005 sanken.

Die Spirituosenexporte nahmen im vergangenen Jahr ebenfalls ab, um 17 Prozent. Ausgeprägt ist laut der Mitteilung der Rückgang der Absinthexporte. Die beliebteste Schweizer Spirituose im Ausland bleibt der Williamsbirnenbrand, obwohl die Nachfrage um fast ein Viertel einbrach.

Weniger Steuereinnahmen

Die Fiskaleinnahmen aus der Spirituosensteuer sanken 2015 um 2 Prozent auf rund 278 Millionen Franken. Gewachsen sind trotz Konjunkturabschwung die Ethanolverkäufe von Alcosuisse an die Schweizer Industrie: Alcosuisse lieferte 38,8 Millionen Kilogramm Ethanol.

Zum Alkoholkonsum werden im Sommer präzise Angaben vorliegen. Der Spirituosenverbrauch dürfte 2015 jedoch die Grenze von 1,5 Liter reinen Alkohols pro Kopf unterschritten haben, schreibt die Alkoholverwaltung.

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