17.03.2020 19:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Schlachtvieh
Schlachtviehmärkte sind verboten
Die Unsicherheiten bezüglich Durchführbarkeit von öffentlichen Schlachtviehmärkten sind geklärt. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat die Durchführung solcher Märke ab sofort und bis zum 19. April 2020 untersagt.

Bis am späten Dienstagnachmittag herrschte Unklarheit, ob Schlachtviehmärkte noch durchführbar sind. Am Montag teilte der Berner Bauernverband in seinem Newsletter mit, dass die Durchführung der öffentlichen Schlachtviehmärkte grundsätzlich weiterhin möglich ist. Dies deshalb, weil es der  Grundversorgung zugeordnet werden könne. Die nötigen Vorsichtsmassnahmen müssten eingehalten werden, hiess es weiter. 

Der Verband stützte sich dabei auf die Aussage des Bundesamtes für Landwirtschaft. Auch der Kanton Bern gab grünes Licht. Am späten Dienstagnachmittag hat nun das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) den öffentlichen Schlachtviehmärkten einen Riegel geschoben.

Für solche Märkte können gemäss BLV keine Ausnahmebewilligungen erteilt werden. Gemäss Artikel 7 der Covid-Verordnung kann eine kantonale Behörde eine solche Bewilligung erteilten, sofern überwiegende öffentliche Interessen dies gebieten, beispielsweise für Bildungseinrichtungen und bei Versorgungproblemen. Gemäss BLV gibt es kein überwiegend öffentliches Interesse für die Durchführung von Schlachtviehmärkten. 

Gemäss BLV kann das Schlachtvieh auch anders in die Schlachthöfe verbracht werden. Deshalb ist die Durchführung von öffentlichen Schlachtviehmärkten ab sofort und bis zum 19. April 2020 untersagt.

Der Bundesrat hat am Montag den Notstand erklärt. Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete sind ab sofort geschlossen.

Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen das Abstand halten nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeursalons oder Kosmetikstudios. Nur Lebensmittelläden und Gesundheitseinrichtungen bleiben offen. Die Massnahmen gelten vorerst bis am 19. April 2020.

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