23.07.2020 08:43
Quelle: schweizerbauer.ch - bki
Schlachtvieh
Schlachttiere immer schwerer
Das durchschnittliche Schlachtgewicht pro Kuh nahm in den letzten zwanzig Jahren um 30 kg und bei den Muni um 24 kg zu.

Die durchschnittlichen Schlachtgewichte (Schlachtkörper kalt) sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Bei den Kühen ist dieser Trend gut sichtbar: Schlachtkühe waren vor zwanzig Jahren im Schnitt rund 30 Kilo leichter als heute. Die gleiche Entwicklung kann aber auch bei den Banktieren (Stier, Ochse, Rind) beobachtet werden. Beispielsweise war das durchschnittliche Schlachtgewicht in der Kategorie Muni letztes Jahr (304 kg SG/Tier) 24 Kilo höher als im Jahr 2000 (280 kg SG/Tier). 

Die Zunahme der Schlachtgewichte korreliert mit dem gestiegenen Anteil an Fleischrinderrassen. Diese Entwicklung führt jedoch zu Problemen in der Schlachtkörperverwertung: Die Teilstücke werden zu gross und entsprechen nicht mehr den Kundenbedürfnissen im Detailhandel und in der Gastronomie.

Um diese Entwicklung zu korrigieren, wurde im Frühling das Bezahlungssystem bei den Banktieren angepasst, mit dem Ziel, Tiere mit einem optimalen Schlachtgewicht besser zu honorieren. Die Initiierung der Änderungen bei den Gewichtsabzügen bzw. -zuschlägen für Banktiere war ursprünglich auf Anfang April geplant gewesen, trat dann aber wegen der aussergewöhnlichen Situation auf den Schlachtviehmärkten aufgrund des Coronavirus erst Mitte Mai in Kraft. 

Schweine, Schafe

Bei den Schweinen betrug das durchschnittliche Schlachtgewicht pro Tier vor zwanzig Jahren 85,2 kg, heute beträgt es 89,6 kg. Bei den Schafen sind die Gewichte von 19,5 kg SG pro Tier auf 21,5 kg SG angestiegen. bki

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