14.02.2018 15:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Käsemarkt
Rekordproduktion beim Käse
In der Schweiz wurde noch nie so viel Käse hergestellt wie 2017. Die Produktion erhöhte sich um 2.4 Prozent oder 4'388 Tonnen auf insgesamt 189'292 Tonnen. Die wichtigen Sorgen wie Emmentaler und Le Gruyère konnten zulegen.

Die Schweiz wird ihrem Ruf als Käseland gerecht. Mit 189'292 Tonnen wurde ein Allzeithoch erreicht. Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2015 wurde um 500 Tonnen übertroffen. Im Jahr 2000 lag die Produktion noch bei 167'381 Tonnen, 22'000 Tonnen weniger als 2017. Dies geht aus den neusten Statistiken der TSM Treuhand hervor, welche diese am Mittwoch veröffentlichte.

Die Segmente Frischkäse (-1833 auf 51'438 Tonnen) und Weichkäse (-126 Tonnen auf 7'095 Tonnen) waren rückläufig. Ein Wachstum wurde beim Halbhartkäse festgestellt. Das Plus gegenüber 2016 betrug 965 Tonnen. Insgesamt wurden 65'364 Tonnen Halbhartkäse hergestellt. Das Wachstum hat sich weiter abgeflacht.

Nach einer jahrelangen Abnahme stieg die Produktion im Segment Hart- und Halbhartkäse wieder an. Das Plus gegenüber 2016 liegt bei 5'375 Tonnen. Insgesamt wurden 65'390 Tonnen Käse dieses Segments hergestellt. Der Hart- und Halbhartkäse ist damit wieder die mengenmässig grösste Käsekategorie.

Gemäss TSM haben besonders die bekannten und grossen Sorten wie Emmentaler oder Le Gruyère zugelegt. Der Emmentaler AOP hat nach Jahren des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr mit einer Produktion von 18‘466 Tonnen um 8.4 Prozent zugelegt. Und der Gruyère AOP hat gar um 9.2 Prozent zugenommen. Er erreichte eine Menge von 28‘754 Tonnen und ist damit der Spitzenreiter beim Hartkäse in der Schweiz.

Auch bei den Halbhartkäsen gab es positive Entwicklungen. Die Produktion vom Raclettekäse, Vacherin Fribourgeois und Tête de Moine erreichten neue Höchststände. Die Raclette-Produktion stieg auf 14‘764 Tonnen (+7.9%), jene des Vacherin Fribourgeois AOP auf 2‘840 Tonnen (+9.1%) und die des Tête de Moine AOP auf 2‘557 Tonnen (+7.2%).

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