28.09.2020 09:54
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Österreich
Preisverfall vorerst gestoppt
Am europäischen Schweinemarkt wurden in der abgelaufenen Woche quer durch die Union weitgehend unveränderte Notierungen gemeldet. Damit zeigen die Marktbeteiligten ein gewisses Bemühen, das Preisgefüge nicht noch weiter ins Wanken zu bringen.

Aus dem von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gebeutelten Deutschland werden unterschiedliche Verhältnisse berichtet: Während der Fleischmarkt nur mit massivem Preisverfall bei Nebenprodukten zu kämpfen hat, aber aufgrund fehlender Arbeitskräfte an den Zerlegebändern bei Edelteilen gar nicht übe rversorgt ist, plagen den Lebendmarkt teils erhebliche Überhänge.

Bemühungen auf höchster politischer Ebene, die Exportschleusen nach China wieder zu öffnen, sind im Gange. Die Aussichten auf baldigen Erfolg werden allerdings durch anhaltend neue Funde von verendeten ASP-Wildschweinen konterkariert. Wirklich hilfreich sind zurzeit die China-Exporte der zugelassenen Betriebe in anderen EU-Ländern - vor allem in Spanien, wo die Schlachtbetriebe an der Auslastungsgrenze die Container für die Verschiffung Richtung Shanghai befüllen.

In Österreich verzeichnen die Schlachtbänder Vollauslastung. Trotz einer Wochenschlachtung von mehr als 100'000 Stück gelang es nicht, das durch Panik-Anmeldungen überhöhte Schweineangebot vom Markt zu räumen. So wurde seitens der Abnehmer versucht, die 10 bis 15% vorzeitig gemeldeten Schweine in die folgende Woche zu verschieben. Die Erwartung eines stabilen Preises erleichterte dieses Unterfangen, berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse.

Da der Bedarf an schlachtreifen Schweinen insgesamt hoch ist, konnte das frische Angebot samt mitzuschleppender Überhänge an der österreichischen Börse durchaus gut platziert werden. In der Konsequenz gelang die Preisfixierung auf unverändertem Niveau, die Mastschweine-Notierung liegt also weiter bei 1,50 Euro/1.62 Sfr. (Berechnungsbasis: 1,40 Euro) je kg Schlachtgewicht.

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