9.02.2015 08:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Preisrabatt steigert Kauflust nicht
Trotz niedriger Lebensmittelpreise sind in Deutschland im Jahr 2014 kaum grössere Mengen verkauft worden. Das geht aus einer Marktanalyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor, die sie am Dienstag vergangener Woche im Vorfeld der FruitLogistica in Berlin vorstellte.

Als Beispiel führte die GfK unter anderem die Frischmilch an. Obwohl der Discounter Aldi die Frischmilchpreise im November vergangenen Jahres um 5 Prozent gesenkt habe, sei lediglich 0,5 Prozent mehr verkauft worden. Die Butterpreise seien 2014 sogar zwei Mal reduziert worden und hätten durchschnittlich um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Die Einkaufsmenge sei aber auch hier nur um 0,5 Prozent gestiegen. Äpfel hätten durchschnittlich 9,8 Prozent weniger gekostet, die Einkaufsmenge habe 2014 aber lediglich knapp dem Vorjahresniveau entsprochen.

Das GfK resümierte, die Mechanik „Preise runter gleich Menge hoch“ oder umgekehrt funktioniere nicht mehr so effizient. Für diese Entwicklung sieht sie verschiedene Gründe. Zum einen hätten sich die Anzahl der Konsumenten und die für sie insgesamt günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kaum verändert.

Langsam aber stetig veränderten sich jedoch die Lebensgewohnheiten. Es werde weniger gekocht und mehr unterwegs zu sich genommen. Wie häufig solche Angebote genutzt würden, sei vom Budget der Konsumenten abhängig, weniger vom Preis.

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