12.04.2013 07:36
Quelle: schweizerbauer.ch - Mike Bauert
Getreidevermarktung
Preisdifferenz schwindet immer mehr
Die Sammelstellen erhalten für Brotweizen leicht mehr als im Vorjahr. Die Preisdifferenz zwischen den Klassen schrumpft.

Die Fenaco konnte die Vermarktung der Getreideernte 2012 im März mehrheitlich abschliessen. Die Sammelstellen, welche einen Maxi-Vertrag mit der Fenaco haben, erhalten im Schnitt für Weizen der Klasse Top Fr. 52.50 pro 100 Kilo ausbezahlt. Das sind gegenüber dem Vorjahr 50 Rappen mehr. Für die Klasse I resultieren Fr. 51.– (+Fr. 1.50) und für die Klasse II Fr. 49.50 (+Fr. 2.50). Das durchschnittliche Lagergeld für die Sammelstellen beträgt zusätzlich Fr. 1.94/100 kg. Die Schlussabrechnung für die Produzenten erstellen die Sammelstellen individuell.

Top oder Klasse II?

Die Preisdifferenz innerhalb der Brotgetreideklassen ist innert zehn Jahren massiv geschrumpft. Während 2001 für Top-Weizen gegen Fr. 12.– mehr bezahlt wurde als für Weizen der Klasse II, ist der Preisunterschied 2012 bloss noch Fr. 3.–. Das entspricht in etwa dem EU-Preisgefüge. Entsprechend wird für Produzenten mit schwächerem Top-Weizen der Anbau von Sorten der Klasse II eine interessante Alternative.

«Die Vermarktung 2012 war geprägt von einer kleinen Brotweizenernte von rund 382'000t. Die Klassenanteile bei Mahlweizen im System Maxi entsprachen in etwa der Nachfrage», erklärte Pius Eberhard von der Fenaco. «Dies, verbunden mit etwas höheren Importpreisen gegenüber dem Vorjahr, führte dazu, dass die Auszahlungspreise an die Maxi-Sammelstellen über dem Vorjahr liegen.»

Die Preisunterschiede innerhalb der Klassen kommen auch daher, dass Standard- und Futterweizen in der EU knapp und gesucht waren und in der Klasse Top nicht alle Partien Top-Qualität aufwiesen. Daran werde die Fenaco weiterhin arbeiten.

Stabile Rapspreise

Die Rapspreise konnten gegenüber dem Vorjahr gehalten werden, obwohl die internationalen Preise für Pflanzenöle gesunken sind. Positiv wirkten sich die gestiegenen Proteinpreise auf die Vermarktung vom Rapskuchen aus. Die Nachfrage der Nahrungsmittelindustrie, der Gastronomie und auch des Detailhandels nach Holl-Raps wächst weiter. Damit wird Palmöl ersetzt.

Für konventionelle Sonnenblumen konnte der Auszahlungspreis um Fr. 1.– auf Fr. 99.– pro 100 Kilo und für High- Oleic-(HO-)Sonnenblumen um Fr. 2.– auf Fr. 104.– pro 100 kg gesteigert werden. Bei Sojabohnen stieg der Auszahlungspreis um Fr. 7.– auf Fr. 70.– pro 100 Kilo.

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