4.01.2016 09:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Erdöl
Ölpreise legen zu Jahresbeginn zu
Die Furcht vor einer schwächelnden Nachfrage aus China hat den Ölpreis am Montag erneut auf Talfahrt geschickt. Dies und das weltweite Überangebot drängten Spekulationen auf einen Angebotsengpass wegen der Spannungen zwischen den Förderländern Saudi-Arabien und Iran in den Hintergrund.

Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee, die sich zunächst um bis zu 3,3 Prozent verteuert hatte, verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 37,09 Dollar je Barrel. Als ein Grund für die aktuellen Verkäufe nannten Börsianer den zehnten Rückgang der chinesischen Industrieproduktion in Folge. Die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft ist ein wichtiger Öl-Abnehmer.

Wegen der weltweiten Überproduktion und des Kampfs der Förderländer um Marktanteile hat sich Rohöl seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel verbilligt. Ein Ende der Talfahrt sei vorerst nicht in Sicht, warnten die Analysten der Bank Morgan Stanley. Der für Nahost-Öl richtungsweisende Preis für Rohöl aus Dubai lag im Dezember im Durchschnitt bei 34,591 Dollar je Barrel, wie der Datenanbieter Platts mitteilte. Das sei der niedrigste Stand seit Dezember 2004.

Nach der iranischen Kritik an der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien brach das sunnitische Königreich die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Die islamische Republik will nach der Aufhebung der westlichen Sanktionen als Öl- und Gasexporteur auf den Weltmarkt zurückkehren. Derzeit führt das Land täglich etwa eine Millionen Barrel aus. Das ist etwa ein Drittel der Menge, die Iran vor Verhängung der Sanktionen 2011 exportierte.

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