5.11.2018 16:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Futtermittel
Nur noch nachhaltige Soja für Kühe
Schweizer Milchkühe sollen ausschliesslich Soja aus nachhaltigem Anbau fressen. Einen entsprechenden Kodex haben die Branchenorganisation Milch (BOM), das Sojanetzwerk Schweiz sowie der Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten VSF und der Mischfutterhersteller UFA unterzeichnet.

Die Unterzeichner der Vereinbarung verpflichten sich, zur Milchviehfütterung nur Soja einzusetzen, die zu 100 Prozent den Anforderungen des Sojanetzwerks Schweiz entspricht. Gemäss Mitteilung stammten 2017 96 Prozent der Soja aus nachhaltigem Anbau. 40 Prozent der Futtersoja werden bereits aus Europa bezogen.

Neben dem Sojanetzwerk Schweiz konnten die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten VSF sowie die UFA AG als Mitunterzeichner gewonnen werden. Gemeinsam decken sie laut Mitteilung den «weitaus grössten Teil des inländischen Mischfuttermarktes ab».

Mit dem Kodex will sich die Branchenorganisation Milch (BOM) gegenüber der ausländischen Konkurrenz differenzieren. Die BOM wird auch aus diesem Grund Mitglied des Sojanetzwerks Schweiz. Das Sojanetzwerk importiert nach eignen Angaben zu 99 Prozent verantwortungsbewusst produzierte Soja.

Der Verein Sojanetzwerk Schweiz wurde im Jahr 2011. Es wurde als Antwort auf die sozialen und ökologischen Probleme des Sojaanbaus gegründet. Dem Sojanetzwerk Schweiz gehören Grossverteiler, Futtermittelbeschaffer, Umwelt- und Labelorganisationen sowie Schweizer Bauernorganisationen an.

Folgenden Probleme sollen entgegengewirkt werden:

— Kontrolle der GVO-Freiheit der Farmen und des Warenflusses durch unabhängige Stellen
— Keine Rodung von Primärwaldflächen
— Internationale Nachhaltigkeitsstandards
— Ausbau der Eiweissproduktion in Europa
— Verwendung von potentiell schädlichen Pflanzenschutz- und Düngemitteln soll reduziert werden
— Einhaltung von Arbeitsrechten

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