9.04.2020 12:14
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milchproduktion sinkt nicht weiter
2019 nahmen die Milcheinlieferungen deutlich ab. Gemäss TSM Treuhand war die Produktion seit 12 Jahren nie mehr so tief. Im Januar 2020 blieb ein weiterer Rückgang aus.

In der Schweiz ist Milchproduktion seit August 2018 rückläufig. Lediglich im Juni 2019 lag die Produktion minim über dem Vorjahreswert. 

2019: -1,6%

Mit 3‘399‘271 Tonnen produzierter und in Verkehr gebrachter Milch wurde 2019 die Marke von 3.4 Mio. Tonnen knapp verfehlt. Gegenüber 2018 nahm die Produktion um 1.6 Prozent oder 55‘157 Tonnen ab.

Gemäss TSM lieferten die Schweizer Milchproduzenten letztmals im Jahr 2007 mit 3‘260‘088 Tonnen Milch noch weniger Milch ab. Damals bestand noch das System der Milchkontingentierung, welches per 30. April 2009 aufgehoben wurde.

213 Tonnen mehr

Im Januar 2020 blieb ein weiterer Rückgang aus. Dies geht aus der jüngsten Milchstatistik der TSM hervor. Die Einlieferungen sind aber weniger stark gestiegen als prognostiziert.

Die TSM erwartete eine leichte Zunahme von 0.3 Prozent. Im Januar wurden 286'931 Tonnen Milch produziert, das sind 0.1 Prozent oder 213 Tonnen mehr als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Januar 2018 bedeutet dies aber eine Abnahme von 14‘598 Tonnen oder minus 4.8 Prozent.  

Im Februar eine Zunahme erwartet

Für den Februar geht die Prognose von dbmilch.ch von einer steigenden Produktion aus. Die Einlieferungen sollen um 4 Prozent über dem Vorjahreswert zu liegen kommen. 2020 ist aber ein Schaltjahr, der Februar wies 29 Tage auf. Bereinigt auf 28 Tage, wird eine Zunahme der Einlieferungen von 0,5 Prozent erwartet.

Der Produktionstrend von BO Butter für den März 2020 weist auf eine gleichbleibende Erzeugung hin.

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