24.06.2018 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Mehr Rindfleisch aus Drittstaaten in der EU
Im ersten Jahresdrittel 2018 ist deutlich mehr Rindfleisch aus Südamerika und anderen Drittländern in die Europäische Union geliefert worden.

Wie aus aktuellen Daten der EU-Kommission hervorgeht, nahm die Einfuhr einschliesslich Verarbeitungsfleisch und Schlachtnebenerzeugnissen im Vergleich zum Zeitraum Januar bis April 2017 um rund 21 730 t oder 22,5 % auf 118 110 t zu. Für die Ware gaben die EU-Importeure Rund 770 Mio Schweizer Franken aus. Das waren 60 Mio CHF oder 8,4 % mehr als in der Vorjahresperiode.

Verantwortlich für die höheren Einfuhren war vor allem Rindfleisch aus Südamerika. So nahmen die brasilianischen Lieferungen auf den Gemeinschaftsmarkt gegenüber dem ersten Jahresdrittel 2017 um fast 35 % auf 47 400 t zu. Aus Argentinien gelangte mit 21 130 t gut 43 % mehr Rindfleisch in die EU-Mitgliedstaaten.

Rindfleischerzeugung mit Zunahme


Während Brasilien mehr gefrorene Ware und verarbeitetes Fleisch wie Corned Beef in die Gemeinschaft verkaufte, weitete Argentinien seine Exporte von gekühltem Rindfleisch spürbar aus. In beiden südamerikanischen Ländern hat die Rindfleischerzeugung zuletzt zugenommen, und die Preise stehen unter Druck.

Der durchschnittliche Einfuhrwert für brasilianisches Rindfleisch ist im Vorjahresvergleich um 8,8 % auf 4 817 CHF/t gefallen, für Argentinien errechnet sich sogar ein Rückgang von 20,6 % auf 7750 CHF/t. In Uruguay sind laut der EU-Kommission die Rinderpreise zuletzt gestiegen. Die Liefermenge nahm gegenüber Januar bis April 2017 nur um 2 % auf 20 950 t zu. Paraguay konnte dagegen seine Exporte in die EU um gut ein Drittel auf 2 275 t steigern. Mehr Rindfleisch gelangte in den ersten vier Monaten 2018 auch aus Ozeanien auf den Binnenmarkt. Verantwortlich dafür war Australien mit einem

Absatzplus von 19 % auf 8 420 t. Die Importmengen aus Neuseeland lagen mit 2 920 t nur unwesentlich über dem Vorjahresniveau. Afrikanische Länder wie Botswana und Namibia konnten mit Zuwächsen von 47 % beziehungsweise 26 % ebenfalls mehr Rindfleisch in die EU-Mitgliedstaaten exportieren. Die USA verzeichneten dagegen als eines der wenigen Länder eine Abnahme ihrer Ausfuhren in die EU. Die Rindfleischimporte aus den Staaten gingen um fast 7 % auf 8 260 t zurück. 


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