24.03.2017 15:21
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Zucker
Kleine Ernte und EU-Preisdruck
Die Schweizer Zucker AG schreibt im Geschäftsjahr 2015/16 einen Betriebsverlust von 2,7 Millionen Franken. Gründe für die roten Zahlen sind eine geringe Ernte und der andauernde Preisdruck durch Billigzucker aus der EU.

Die Hitze und Trockenheit vom Sommer 2015 hätten den Rüben stark zugesetzt, teilte die Schweizer Zucker AG (SZU) am Freitag mit. So konnte lediglich eine Ernte von 1,38 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,95 Mio. Tonnen) eingefahren werden. Dank der rekordhohen Zuckergehalte konnten dennoch 238'000 Tonnen Zucker produziert werden.

Mit einer Ausliefermenge von 268'000 Tonnen habe man die Marktposition halten können, schreibt die SZU weiter. Aussergewöhnlich sei hingegen die grosse Zuckermenge, die erst im neuen Geschäftsjahr bezogen wurde. «Das lässt auf einen eher schwierigen Geschäftsgang grosser Zuckerverbraucher schliessen.»

Wegen der Marktbedingungen mussten die Rübenpreise weiter gesenkt werden, was die Anbaubereitschaft der Bauern gebremst und zu einer Verlagerung des Anbaus von der Ost- in die Westschweiz geführt habe. Als «kleinen Lichtblick» wertet die SZU den Anstieg des Weltmarktpreises für Zucker, was sich auch auf den Zuckerpreis in der EU auswirke. Zudem bestehe momentan eine grosse Nachfrage nach Schweizer Zucker - nicht zuletzt dank der Swissness-Verordnung, die anfangs 2017 in Kraft getreten ist.

Wegen der geplanten Ausdehnung der Zuckerproduktion in der EU bleibe die Situation mittelfristig aber angespannt. Ziel sei es, die Rahmenbedingungen für die Schweizer Zuckerwirtschaft gegenüber dem EU-Billigzucker zu verbessern. Die Schweizer Zucker AG betreibt Werke in Frauenfeld TG und Aarberg BE. Sie beschäftigt 250 Mitarbeitende.

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