16.06.2017 13:17
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Käse
Käse-Export entwickelt sich negativ
Schlechte Kunde vom Käsemarkt. Die Ausfuhren von Schweizer Käse sind in den ersten vier Monaten 2017 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3.2 Prozent zurückgegangen. Mit einem Marketingkonzept soll dem negativen Trend entgegengewirkt werden.

Die Käseproduktion ist für die Schweizer Milchwirtschaft von grosser Bedeutung. Rund 41 Prozent der Milchmenge wird verkäst. Vom Käse werden wiederum 38 Prozent exportiert.

Im Exportgeschäft tun sich die Schweizer Händler derzeit aber schwer. Wie Switzerland Cheese Marketing (SCM) am Freitag mitteilt, sind die Exportzahlen der ersten vier Monate 2017 rückläufig. Das Minus beträgt 706 Tonnen oder -3.2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Ein «umfangreiches» Marketingpaket soll nun die Wende bringen. 2016 wurden gemäss Angaben von SCM so 14.2 Milliarden Konsumenten in strategischen Märkten angesprochen.

2016 sind die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent (+1‘739 Tonnen) auf insgesamt 70‘198 Tonnen gestiegen. Hauptabnehmer waren Deutschland (31‘485t, +1.9%), Italien (10‘864t, +5.0%) und Frankreich (5‘359t, +14.9%).

Doch auch die Importe legten 2016 erneut zu. Die Einfuhren haben sich im Vergleich zu 2015 um 4.9 Prozent erhöht. Insgesamt wurden 58'200 Tonnen (+2'734t) Käse in die Schweiz eingeführt. Die Handelsbilanz hat sich mengenmässig wiederum negativ entwickelt. Seit der Marktliberalisierung 2007 reduzierte sich der Exportüberschuss von 21‘866 Tonnen auf noch 12‘011 Tonnen im Jahr 2016. Wertmässig hingegen ist die Handelsbilanz in den letzten 7 Jahren um 25% auf 244.2. Mio. CHF gestiegen.

Mittels aggressiver Preispolitik würden ausländische Anbieter den Schweizer Markt bearbeiten, geht aus dem Communiqué von SCM hervor. 2016 haben vor allem die Einfuhren aus Deutschland, +10.1% (+1‘285t) auf 14'053 Tonnen, zugelegt. Dieser Käse ist mit einem Durchschnittspreis von 3.80 Fr./kg preislich attraktiv. Insgesamt hat sich der Importanteil in den vergangenen 10 Jahren von 23 auf 31 Prozent erhöht.

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