5.12.2019 20:17
Quelle: schweizerbauer.ch - bki
Schlachtvieh
«Im Wiederholungsfall Liefersperre»
Die Schlachtung trächtiger Rinder und Kühe ist in der Schweiz und im Ausland nach wie vor ein viel diskutiertes Thema. Bei unbegründeten Schlachtungen wird ab 2020 eine Busse fällig. Martin Rufer vom Schweizer Bauernverband will bei Wiederholungsfällen härtere Strafen.

Im Februar 2017 trat eine Branchenlösung zur Vermeidung der Schlachtung von trächtigen Rindern und Kühen in Kraft. Die Lösung brachte zwar einen gewissen Erfolg, die Resultate müssen aber verbessert werden, teilt die Branchenorganisation Fleisch kürzlich mit.

Auf den 1. Januar 2020 werden deshalb zusätzliche Massnahmen eingeführt, unter anderem eine Gebühr von 100 Franken pro Schlachtung eines trächtigen Tieres ohne ausreichende Begründung. Zudem muss eine allfällige Trächtigkeit zwingend auf dem Begleitdokument angegeben werden.

SRF-Hörer kritisierten die Busse von 100 Franken als «lächerlich tief». Martin Rufer widersprach gegenüber SRF: «Hundert Franken sind in der Landwirtschaft nicht nichts», er gehe deshalb schon davon aus, dass diese Strafgebühr Wirkung zeige.

Martin Rufer, Leiter Viehwirtschaft vom Schweizer Bauernverband (SBV), geht in der Radio-SRF 1-Sendung «Espresso» vom Montag noch einen Schritt weiter: «Wichtig ist insbesondere, dass man die Lieferanten, die im Wiederholungsfall solche Tiere liefern, herauspickt und vielleicht auch etwas härter angreift. Und dort bin ich auch der Meinung, dass die Schlachthöfe dann eine Liefersperre verhängen könnten.» 

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