24.01.2020 09:52
Quelle: schweizerbauer.ch - Holzmarkt-Kommission
Holz
Frisches Laubholz gesucht
Eine Entspannung der Käferholz-Situation ist feststellbar, teilt die Holzmarkt-Kommission mit. Dennoch gibt es nach wie vor mehr als genug Schadholz.

Durch die gute Zusammenarbeit der Wald- und Holzbranche konnten die Schadholzmengen der letzten Monate mehrheitlich abgesetzt und durch die Industrie verarbeitet werden. Viele entsprechende Waldlager konnten abgebaut werden, folglich verkleinern sich die unverkauften Holzmengen kontinuierlich. Lediglich in den durch den Borkenkäfer stark betroffenen Gebieten rund um die Kantone Schaffhausen, Thurgau und Zürich sind die noch vorhandenen Schadholzmengen so gross, dass einzelne Sägereien mit diesen Sortimenten für das ganze Jahr versorgt sind.

Frischholz für Mix

Wie schon im Herbst 2019 sind die Sägereien aktuell mit Holz schlechterer Qualität gut versorgt. Was sie benötigen, sind gewisse Mengen an Frischholz, um den jeweils werkseigenen optimalen Qualitätsmix bei den Sortimenten zu erreichen. Das Frischholzangebot beim Nadelholz ist in weiten Teilen der Schweiz ausreichend, obwohl die Holzindustrie gewisse Versorgungsängste hat.

Schwierigkeiten bei der Versorgung könnten bei frischem Laubholz auftreten. Gegenwärtig sind diese Sortimente in zu geringen Mengen auf dem Markt verfügbar. Möglichkeiten zur Nachfragebefriedigung bietet unter anderem die frühzeitige Aufarbeitung geschwächter oder bereits abgestorbener Bäume, insbesondere von Eschen und Buchen, teilweise von Eichen.

Blick auf Wechselkurs

Die mögliche Entwicklung des Euro-/Frankenkurses beunruhigt die Branche und ist besonders für die Industrie momentan ein grosser Risikofaktor. Dennoch erhofft sich die Holzindustrie für 2020 gleichbleibende Absatzmengen, verglichen mit dem Vorjahr. Optimistisch stimmen dabei geplante mehrgeschossige Holzbauten.

Wichtig ist, dass dabei vermehrt Schweizer Holz verwendet wird, so dass auch der Schweizer Wald vom Holzbauboom profitieren kann. Leider stellt die Branche hier nach wie vor gewisse Knackpunkte und Schwierigkeiten fest. Gerade die dringend notwendige kurzfristige Lieferfähigkeit grösserer Mengen ist oft eine Herausforderung.

Auskunftsbegehren Weko

An der Januarsitzung hat sich die HMK auch über die kürzlich an die Hauptakteure der HMK (Wald-Schweiz und Holzindustrie Schweiz) gerichteten Auskunftsbegehren der Wettbewerbskommission im Rahmen einer Marktbeobachtung unterhalten. Die Weko stellt dabei Fragen zur bisherigen Praxis der HMK, insbesondere in Sachen Mengen- und Preisempfehlungen. 

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