2.06.2013 06:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Neuseeland
Fonterra erhöht das Milchgeld auf 47,9 Rp./kg
Die neuseeländische Genossenschaftsmolkerei Fonterra will ihre Milcherzeuger am guten Geschäftsverlauf beteiligen und wird mit spürbar höheren Milchpreisen in die neue Saison starten.

Wie der Molkereikonzern am vergangenen Mittwoch mitteilte, können die Lieferanten in dem Anfang Juni begonnen Wirtschaftsjahr 2013/14 mit einem Erzeugerpreis von 7,00 NZ$ (4,37 Euro) pro Kilogramm Milchfeststoff rechnen; das sind rund 20 % mehr als wahrscheinlich in der abgelaufenen Kampagne 2012/13 gezahlt wurden. Die Milchfeststoffeinheit besteht aus einer Fett- und einer Proteinkomponente; geteilt durch den Faktor 11,64 leitet sich der entsprechende Preis je Kilogramm Milch ab.

Die Milchfarmer können demnach mit einem in Euro umgerechneten Erlös von etwa 37,5 Cent/kg (47,9 Rp./kg) Milch im Wirtschaftsjahr 2013/14 rechnen, zu dem voraussichtlich noch die Vergütung von Genossenschaftsanteilen hinzukommt. Zudem kündigte der Molkereikonzern an, seine Abschlagszahlung auf den prognostizierten Jahresmilchpreis 2013/14 auf 71 % zu erhöhen und den Milchbauern das Kilogramm Milchfeststoff im Voraus mit 5,00 NZ$ (3,12 Euro) zu vergüten.

Damit erhielten die Erzeuger schon früh in der Saison höhere Zahlungen, was deren Liquidität verbessere und das Farmmanagement erleichtere, betonte der Fonterra-Vorsitzende John Wilson . Ihm zufolge wird dadurch auch das Rohstoffangebot der Molkerei gesichert, denn die Milcherzeuger hatten aufgrund der längeren Dürreperiode zu Jahresbeginn unter hohen Futterkosten zu leiden und schränkten ihre Produktion spürbar ein.

Der Molkereikonzern bekräftigte unterdessen seine Auszahlungsschätzung für das Ende Mai abgelaufene Wirtschaftsjahr von 5,80 NZ$ (3,62 Euro) je Kilogramm Milchfeststoff, zu dem sich noch eine Vergütung von 0,32 NZ$ (0,20 Euro) je Genossenschaftsanteil gesellen soll. Umgerechnet würden die Fonterra-Erzeuger damit 32,8 Cent/kg Milch erhalten; die endgültigen Zahlen will der Molkereikonzern aber erst im Juli bekannt geben.

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