6.02.2017 13:52
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Fleischgiganten legen zu
Der grösste vertikal integrierte Fleisch- und Futtermittelproduzent Russlands, die Cherkizovo Gruppe, ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Auch die Miratorg-Gruppe und Rusagro konnten zulegen.

Wie das Cherkizovo Gruppe mitteilte, nahm die verkaufte Menge an Fleisch- und Fleischprodukten gegenüber 2015 um 8,7% auf 903'200 t zu. Damit sei die führende Position im russischen Markt bestätigt worden, erklärte die Firmenzentrale in Moskau. Wichtigster Produktbereich blieb Geflügel, wo die Erzeugung im Vorjahresvergleich um 6,4 % auf 500'300 t stieg.

Im Schweinesektor legten die Verkaufsmengen um 9,0% auf fast 184'800 t zu. Dazu trugen nach Angaben des Unternehmens Verbesserungen bei der Produktivität und dem Gesundheitstatus der Tiere bei. Zudem seien zwei neue Mastanlagen in der Region Woronesch in Betrieb genommen worden. Abstriche musste Cherkizovo allerdings bei den Verkaufspreisen machen, die aufgrund des landesweit grösseren Schweinefleischangebots und der schwindenden Kaufkraft der Bevölkerung im Vorjahresvergleich um rund 10% rückläufig waren.

Das stärkste Wachstum verzeichnete 2016 der Geschäftsbereich Fleischwaren mit einem Plus von 14,1% auf 218'100 t. Verantwortlich dafür waren vor allemdie höhere Produktion von Fleischerzeugnissen ausserhalb des Sektors Wurst und Würstchen.

Der drittgrösste Fleischproduzent Russlands, die Holding Miratorg, meldete in der vergangenen Woche ein starkes Absatzplus beim Verkauf von verzehrfertigen Fleischprodukten. Das Tochterunternehmen Miratorg Zapad konnte in seinem Werk die Produktion von Fertigprodukten gegenüber 2015 um 27% auf mehr als 43'000 t steigern und peilt für 2017 mit neuen Produktlinien ein weiteres Wachstum an.

Ebenfalls auf Expansionskurs befindet sich der börsennotierte russische Agrarkonzern Rusagro, der Zucker, Schweinefleisch sowie Öle und Fette produziert. Erst kürzlich kaufte das Unternehmen einen Schweineschlachtbetrieb in Ussurijsk in der Region Primorje nahe der chinesischen Grenze. Dort sollen umgerechnet rund 8 Mio. Euro (8.6 Mio. Fr.) investiert werden. Ziel ist es, 2018 mit der Schlachtung von 120 Schweinen pro Stunde zu beginnen.

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