3.10.2018 11:23
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Kleintierfutter
Fenaco gibt Biomill auf
Der genossenschaftlich organisierte Agrarkonzern bündelt sein Kleintierfutter-Geschäft. Ein Teil davon wird in die Fenaco-Tochter UFA integriert. Die Biomill AG stellt die Aktivitäten Ende 2019 ein.

Die Produktion von Hunde- und Katzenfutter gehört in Zukunft nicht mehr zum Kerngeschäft der Fenaco. Dies teilt der Konzern am Mittwoch per Communiqué mit.

Der Kleintierfutter-Hersteller Biomill realisierte bisher 6 Millionen Nettoerlös mit Futter für Kaninchen, Geflügel, Ziervögel und Tauben. Der zum Kernbereich passenden Unternehmensteile,  Geflügel- und Kaninchenfutter, werden auf dem 1. Januar 2019 in die UFA überführt. Die restlichen 40 Prozent des Nettoerlöses (4 Mio. Fr.) erzielt Biomill mit Hunde- und Katzenfutter. Dieser Geschäftsbereich wird bereits zum Jahresende 2018 aufgegeben. Auch das Geschäft mit Vogelfutter gibt die Fenaco-Tochter auf.

Die Restrukturierung hat Folgen auf die Produktion. Der Biomill-Standort in Herzogenbuchsee BE wird Ende 2019 geschlossen und die Aktivitäten in das benachbarte UFA-Mischfutterwerk Biblis integriert. Biomill AG stellt ihre Geschäftsaktivitäten per Ende 2019 gänzlich ein. 

Ein Teil der Mitarbeiter werden von der Fenaco-Tochter UFA weiterbeschäftigt. Fünf Mitarbeiter werden entlassen. Für die übrigen Beschäftigten sucht die Fenaco nach Lösungen in der Landi-Gruppe. Für die Landi-Läden habe diese Entwicklung keine unmittelbaren Auswirkungen, schreibt die Fenaco.

Die Fenaco kaufte Anfang 2011 Biomill von der Groupe Minoteries. Die Mühlengruppe fokussierte sich auf das Weichweizenmehlgeschäft. Über den Verkaufspreis wurde damals Stillschweigen vereinbart. Die Fenaco beschloss, einen Teil der Produktion ab September 2011 nach Italien auszulagern.

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