19.11.2015 13:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Fenaco
Fenaco erhöht Lohnsumme
Die Agrargenossenschaft Fenaco erhöht die Lohnsumme 2016 um 0,5 Prozent. Die Erhöhung erfolgt leistungsbezogen und individuell. Die Mindestlöhne für ungelernte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigen um 100 Franken. Die Einstiegslöhne für Gelernte erhöht Fenaco ebenfalls.

Auf die Lohnerhöhungen einigte sich Fenaco mit ihren Sozialpartnern, der Personalkommission sowie den Gewerkschaften Unia und Syna, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Erhöhung der Lohnsumme um 0,5 Prozent entspricht 3,5 Millionen Franken. Die Lohnerhöhungen ausserhalb des Mindest- und Einstiegslohns erfolgen individuell und strukturell für ausserordentliche Anpassungen.

Mit der Anhebung der Mindestlöhne um 100 auf 3800 Franken bei 13 Monatslöhnen bezahlt Fenaco immer noch leicht weniger als die Grossverteiler Migros und Coop. Daneben steigen die Einstiegslöhne nach der Lehre ab dem 20. Altersjahr um 100 Franken. Somit gibt es nach einer zweijährigen Lehre 4000, nach drei Jahren 4100 und nach vierjähriger Lehrzeit 4200 Franken. Damit zieht Fenaco mit Migros und Coop gleich. Auf Anfang 2016 wird zudem der Mindestlohn für Mitarbeitende der Fenaco ohne Grundausbildung von 3700 Franken auf 3800 Franken pro Monat erhöht. Dieser wird in 13 Monatslöhnen ausbezahlt.

Die Gewerkschaften Unia und Syna sind mit der Fenaco-Lohnrunde grossenteils zufrieden, bringen aber einige Vorbehalte an. Es stört sie, dass die Lohnerhöhungen nicht generell erfolgen. Fenaco könnte sich das eigentlich leisten. Zudem habe Fenaco die Einstiegslöhne einseitig festgelegt, kritisiert Syna.

Der Agrarriese Fenaco machte 2014 mit über 50 Geschäftseinheiten in den vier Divisionen Agrar, Lebensmittelindustrie Detailhandel und Energie einen Umsatz von 6,2 Milliarden Franken. Zu Fenaco gehören unter anderem die Dorfläden von Volg, die Landi-Märkte und die Tankstellenkette Agrola.

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