26.06.2013 14:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreide
Erneut keine Richtpreise festgelegt
Produzenten und Verarbeiter haben sich nicht auf Richtpreise für die diesjährige Brotgetreideernte einigen können. Dies gab die Kommission «Markt-Qualität Getreide» von Swiss Granum am Mittwoch bekannt.

Wie bereits im vergangenen Herbst konnte sich die Branche nicht auf Richtpreise einigen, Herbstrichtpreise wurden in der Folge keine festgelegt.

Und auch für die neue Kampagne gibt es unterschiedliche Auffassungen bezüglich des Preises. Aufgrund der gesunkenen Weltmarktpreise verlangten die Verarbeiter gemäss Swiss Granum eine Anpassung der Richtpreise gegen unten. Die Produzenten verwiesen aber auf die bereits prekäre Situation im Getreideanbau. Mit tieferen Preise würde nur zusätzlicher Druck auf die hiesigen Produzenten entstehen, teilte die Schweizerische Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, Swiss Granum, am Mittwoch mit. 
 
Trotz "konstruktiven Diskussion" hätten die Preiserwartungen nicht in Übereinstimmung gebracht werden können. Deshalb seien keine Ernterichtpreise festgelegt worden. Im Jahre 2012 wurden hingegen Ernte-Richtpreise festgelegt. So wurden für Klasse Top ein Richtpreis 53 Fr./100 kg bestimmt, für Weizen der Kategorie I wurden 50 Fr./100 kg festgelegt,

Die Kommission «Markt-Qualität Getreide» von Swiss Granum definiert jährlich die Richtpreise für Brot- und Futtergetreide sowie Eiweisspflanzen: Beim Brotgetreide wird der Ernterichtpreis Ende Juni fixiert und auf Antrag ein Herbstrichtpreis Anfang Oktober.

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