1.10.2020 09:58
Quelle: schweizerbauer.ch - awp
Detailhandel
Detailhandel erholt sich weiter
Die Umsätze im Schweizer Detailhandel haben sich im August im Vorjahresvergleich weiter erholt. Das war im zweiten Haupt-Ferienmonat August erneut besonders im Lebensmittelhandel der Fall.

Im August nahmen die Detailhandelsumsätze verglichen zum Vorjahr kalenderbereinigt nominal um 1,6 Prozent zu. Unter Berücksichtigung der Teuerung ergab sich real gar ein Anstieg um 2,5 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) gemäss provisorischen Zahlen am Donnerstag mitteilte.

Starkes Plus bei Lebensmitteln

Besonders stark war der Anstieg in den Lebensmittelgeschäften, inklusive Getränke und Tabakwaren. Da kletterten die Umsätze auf kalenderbereinigter Basis nominal um 8,4 Prozent und real um 8,1 Prozent in die Höhe. Im Nicht-Nahrungsmittelsektor gingen die Verkäufe dagegen um 1,7 Prozent (real: -0,4%) zurück.

Der Trend zu Homeoffice, also der Arbeit von zu Hause aus, schlägt sich deutlich in den Zahlen nieder. Nach Branchen aufgeteilt zeigte der Detailhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik mit einem nominalen Plus von 23,5 Prozent (real: +33,1%) mit Abstand das grösste Wachstum. Aber auch die Bereiche «sonstige Haushaltgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf» (+11,3%; real: +11,8%) sowie «Marktstände, Versand und Internethandel» (+20,1%; real +20,8%) legten deutlich zu.

Dass weniger Auto gefahren wurde und auch der Sprit günstiger wurde, äussert sich in einem nominal Minus beim Detailhandel mit Tankstellen von 12,4 Prozent (real: +2,5%). Bei den Treibstoffen allein ergab sich ein Minus von 17,4 Prozent (real: -3,2%).

Rückgang gegenüber Juli

Im Vergleich zum Vormonat Juli hingegen gingen die Detailhandelsumsätze zurück. Um saisonale Einflüsse bereinigt nahmen sie nominal um 2,1 Prozent und real um 1,9 Prozent zurück. Ohne die Tankstellen verbuchte der Detailhandel ein Minus von 2,2 Prozent.

Die Lebensmittelläden alleine verbuchten ein moderateres Umsatzminus von nominal 0,8 Prozent. Im Nicht-Nahrungsmittelsektor lag der Rückgang bei 2,9 Prozent.

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