11.03.2014 16:38
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Zuckerrüben
Der Wunsch nach guter Witterung
In Bern fand am Dienstag die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) statt. Die Produzenten erhoffen sich 2014 bessere Wetterbedingungen als im vergangenen Jahr.

"Das schöne Frühlingswetter lässt mich von vollen Zuckersilos träumen", sagte SVZ-Präsident Samuel Keiser zu Beginn der Veranstaltung. Damit wies er auf das Jahr 2013 hin, dass den Zuckerrübenpflanzern wettermässig alles andere als gut gesinnt war.

Zuckerrübenpflanzer Verlierer der AP 14-17

Der nasse Frühling sorgte für einen nicht mehr einholbaren Vegetationsrückstand und während der Erntezeit im Herbst sorgte Nässe für widrige Bedingungen und grossen Erdanhang. Die Zuckerproduktion fiel dementsprechend mit rund 215'000 Tonnen tief aus. Erhofft hatte sich die Branche 280'000 Tonnen.

Zudem sehen sich die Zuckerrübenproduzenten als Verlierer der Agrarpolitik 2014-17. Während letztes Jahr 3'560 Franken pro Hektare (Basisbeitrag, Ackerförderbeitrag und Einzelkulturbetitrag) bezahlt wurden, werden es nächstes Jahr noch 2'700 Franken sein. Dieses Jahr liegen die Beiträge bei 2'900 Franken, weil die Einzelkulturbeiträge noch nicht vollständig gesenkt worden sind. Seinem Ärger darüber machte auch das abtretende Vorstandsmitglied Pierre-André Burnier Luft, der die AP 14-17 als Flop für die Zuckerrüben bezeichnete. Es könne nicht sein, dass eine Branche aufgrund ihres Erfolges bestraft werde, so Burnier.

Gute Zusammenarbeit

Doch auch positives gab es zu berichten: So wurde von allen Seiten die gute Zusammenarbeit zwischen Zuckerfabriken und den Pflanzern in der Interprofession gelobt und Samuel Keiser hob auch hervor, dass man beim Bundesamt für Landwirtschaft trotz der enttäuschenden AP 14-17 immer offene Türen vorfinde.

Die Traktanden verliefen an der Delegiertenversammlung denn auch ohne jegliche Probleme und sämtliche Punkte wurden einstimmig verabschiedet. Anwesend waren auch zahlreiche Gäste, darunter BLW-Vizedirektor Dominique Kohli, SBV-Vizedirektor Urs Schneider sowie Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker AG. Bei den Tätigkeiten 2014 steht als Besonderheit die Organisation der diesjährigen Generalversammlung der International Confederation of European Beet Growers (CIBE) im Mai in Solothurn auf dem Programm.

Im Anschluss an den offiziellen Teil blickte Fritz Blaser, langjähriger Rübenmanager der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld, in einem Referat auf seine Amtszeit zurück. Er zeigte dabei die Wandlung der Branche von der (verlorenen) Abstimmung über den Zuckerbeschluss 1986 und der Planwirtschaft bis hin zur heutigen, modernen Organisation auf.

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