24.03.2018 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Zucker
CH-Zucker: Bestand bedenklich tief
Die Schweizer Zucker AG (SZU) blickte an ihrer Generalversammlung in Frauenfeld auf ein schwieriges Geschäftsjahr 16/17 zurück. Eine noch kleinere Ernte als 2015 und der anhaltende Preisdruck, hervorgerufen durch billigen Zucker aus der EU, haben sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Zuckerbestände sind tief, warnt die SZU.

Extreme Niederschläge zwischen Mitte Mai und Mitte Juli 2016 führten zu durchnässten Böden und stehendem Wasser. Beides schädigte die Rüben nachhaltig, scheibt Schweizer Zucker (SZU). Die Ernte wurde durch trockene Bedingungen teilweise erschwert. Aus einer Ernte von 1'278’549 Tonnen konventionellen Schweizer Rüben wurde nur ein Zuckerertrag von 11,3 Tonnen pro Hektare erzielt. Die ergibt einen Flächenertrag von 64,3 Tonnen pro Hektare und einem Zuckergehalt von 17,6 Prozent.

Die kleine Ernte aus dem Jahr 2016 und Preisdruck durch Billigzucker aus der EU wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus, wie die SZU weiter mitteilt. Nach Abschreibungen und der Auflösung von Reserven sowie von stillen Reserven aus dem Lagerabbau konnte ein kleiner Jahresgewinn ausgewiesen werden.

Dank tieferer Energie-Preise, Prozess-Optimierungen und technisch nachhaltiger Investitionen konnten die Kosten in den Fabriken Aarberg und Frauenfeld gesenkt werden. Damit sei die Wettbewerbsfähigkeit verbessert worden, so die SZU. Verkauft wurden 265'000 Tonnen Zucker, womit das Vorjahresniveau gehalten werden konnte. Der Umsatz sank auf 194 Millionen Franken.


Die abnehmende Anbaubereitschaft aufgrund tieferer Preise und eine schlechte Ernte führte dazu, dass die Fehlmenge an Schweizer Zucker nur durch Importe aufgefangen werden konnte. Die Bestände an Schweizer Zucker waren zum Ende der Berichtsperiode und im ersten Jahr der neuen «Swissness»-Verordnung bedenklich tief, mahnt Schweizer Zucker.

An der Generalversammlung wurde Nationalrat Leo Müller (CVP/LU) mit grossem Mehr zum neuen Mitglied des Verwaltungsrates gewählt. Die Wahl gilt für den Rest der laufenden Amtsdauer, d.h. bis zur ordentlichen Generalversammlung 2021.

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