9.12.2016 11:59
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreide
Brotgetreide: Zollkontingent erhöht
Der Bundesrat hat am Freitag einer temporären Erhöhung des Zollkontingents zugestimmt. Mehrimporte seien nötig, weil die inländische Ernte infolge mieser Witterung schlecht ausgefallen sei, teilt die Landesregierung mit.

Mit einer Änderung der Agrareinfuhrverordnung wird das Zollkontingent Brotgetreide 2017 um 30‘000 auf 100‘000 Tonnen erhöht. Beantragt wurde die vorübergehende Erhöhung von der Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen. Aufgrund der nasskalten Wetterverhältnisse im Frühsommer sind die Erträge beim inländischen Brotgetreide gering ausgefallen. Mit den Ergänzungsimporten soll die Versorgung bis zum Anschluss an die Getreideernte 2017 gedeckt werden, heisst es in der Mitteilung des Bundesrates.

Nebst der Kontingentserhöhung wurde auch die Freigabe geregelt. Anfang Januar werden 30‘000 Tonnen und von Februar bis Mai am Monatsanfang je eine Zollkontingentsteilmenge von 10‘000 Tonnen freigegeben. Die Freigaben Anfang Juli und Oktober (je 15‘000 Tonnen) bleiben unverändert. Die Zuteilung erfolgt nach dem Windhundverfahren, das heisst nach der Reihenfolge der Zollanmeldungen.

Die inländische Brotgetreide-Ernte 2016 fiel mit 314'000 Tonnen tief aus. Nötig wären gemäss Swiss Granum aber 470'000 Tonnen gewesen. Sowohl Brotweizen (-24,4 Prozent) wie auch Roggen (-30 Prozent) und Dinkel (-10,5 Prozent) weisen gemäss der Erntebilanz deutlich tiefere Erntemengen aus als im vergangenen Jahr. Die Durchschnittserträge sind bei allen Kulturen sehr tief.

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