24.03.2017 15:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Energie
Biogas: 18% mehr eingespeist
In das Schweizer Gasnetz wurden insgesamt 308 Gigawattstunden (GWh) einheimisches Biogas eingespeist. Die Branche fordert von der Politik bessere Rahmenbedingungen.

In der Schweiz wurden 2016 insgesamt 39'029 GWh Erdgas und Biogas abgesetzt. Aufgrund der einer Zunahme der Heizgradtage stieg der Verbrauch um 5 Prozent. Das Schweizer Biogas hatte einen Anteil von 0.8 Prozent. Aufgrund einer steigenden Nachfrage wird zunehmend auch importiert.

Der Verband der Schweizerischen Gasindustrie möchte aber die Produktion. Mit einem Biogasfonds fördert der Verband neue Anlagen, die Biogas ins Gasnetz einspeisen. 2016 wurden Förderbeiträge von rund 2,8 Mio. CHF ausgerichtet. Die Produktion erhöhte sich um 46 GWh oder 18 Prozent. Vor allem im Wärmemarkt wird vermehrt Biogas eingesetzt. Verschieden Gasversorger mischen dem Erdgas-Standardprodukt einen festen Anteil von Biogas bei (in der Regel 5 oder 10%), schreibt der Verband. Die Schweizer Gaswirtschaft will den Anteil der erneuerbaren Gase im Wärmemarkt bis 2030 auf 30 Prozent steigern.

Die Biogaseinspeisung profitiert nicht von der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) steigern. Der Verband möchte aber den Anteil an einheimischen Biogas im Wärmemarkt bis 2030 auf 30 Prozent steigern. Die Politik wird aufgefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Unter anderem soll Biogas umfassend als erneuerbare Energie im Wärmebereich anerkennt werden Auch wird eine Teilzweckbindung der CO2-Abgaben zugunsten von Biogas gefordert.

Erdgas

Mit einem Anteil von über 13% am Endenergieverbrauch ist Erdgas in der Schweiz der drittwichtigste Energieträger. Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung sind mit den rund 20'000 Kilometer langen Gasnetzen erschlossen. Ein gutes Drittel des schweizerischen Erdgasverbrauchs entfällt auf die Industrie, die den Energieträger vor allem für die Erzeugung von Prozesswärme einsetzt.

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