16.07.2014 07:30
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Getreide
Biobrotgetreide: Biofarm bezahlt höheren Preis
Die Richtpreise für Biobrotgetreide der Bio Suisse bleiben dieses Jahr unverändert. Für die Biofarm-Genossenschaft ist dies unverständlich: «Steigt die Nachfrage, steigt der Preis würde man meinen», sagen Hansjörg Schneebeli, Präsident und Niklaus Steiner, Getreideverantwortlicher bei der Biofarm.

Die Nachfrage nach Biogetreide sei sehr gut. Die verarbeitete Menge habe von 2012 bis 2013 um über 10 Prozent gesteigert werden können, während die Inlandproduktion 2013 nur um gut 5 Prozent stieg. Die Steigerung des Umsatzes mit Biobroten habe letztes Jahr stolze 6,7 Prozent betragen, weiss Steiner.

Die Steigerung des Inlandanteils müsse aber offenbar hart erkämpft werden. Bei der vergangenen Preisrunde hätten sich die Verarbeiter gegen die von Produzentenseite geforderte Erhöhung des Preises gestellt. Das Hauptargument: der Preisdruck ihrer Abnehmer.

Die Biofarm will da nicht mitmachen und bezahlt ihren Biobauern für die Ernte 2014 2.50 Fr./100 kg über den beschlossenen Richtpreisen. «Dies entspricht gerade dem Minus von 110 Fr./ha bei den Direktzahlungen, das durch die neue AP resultiert», sagt Steiner. «Und diese Erhöhung des Getreidepreises von Biofarm macht ein 350-Gramm-Brot beim Grossverteiler nur gerade etwa 0,7 Rappen teurer.»

In direkten Verhandlungen mit der Migros konnte die Biofarm den Produzentenpreis für Bioraps ebenfalls leicht anheben auf 230 Fr./100 kg.

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