23.02.2017 08:36
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Fleisch
Bell legt in der Schweiz zu
Der Fleischverarbeiter Bell hat im Geschäftsjahr 2016 nicht nur deutlich mehr umgesetzt, sondern auch mehr verdient. Der Reingewinn stieg um 6,1 Prozent auf 100,6 Millionen Franken, wie die Coop-Tochter am Donnerstag mitteilte. In der Schweiz sollen erste Vorhaben bei Um- und Neubauten umgesetzt werden.

Bereinigt um Einmaleffekte erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) gegenüber Vorjahr um 15,6 Prozent auf 154 Millionen Franken. Die Umsatzzahlen hatte Bell bereits zuvor veröffentlicht.

CH: Starke "Verkaufsförderungsmassnahmen"

2016 steigerte Bell dank Übernahmen den Umsatz um einen Fünftel auf 3,39 Milliarden Franken. Das Absatzvolumen nahm um die Hälfte auf 414'260 Tonnen zu. Hauptgründe dafür sind vor allem die Integration der Akquisitionen sowie die ganzjährige Konsolidierung von Hilcona. Ebenfalls Einfluss auf den nominalen Umsatz hatte die Teuerung bei den Rohmaterialpreisen. 

Mit dem Schweizer Geschäft zeigt sich Bell zufrieden. Die Rohstoffteuerung und die stärkere Wettbewerbsintensität hätten den Druck auf die Margen erhöht, schreibt das Unternehmen. Starke "Verkaufsförderungsmassnahmen" und weiteren Effizienzsteigerungen haben dies aber wettgemacht. Das Absatzvolumen sowie der Umsatz sind so gestiegen.

Deutschland schwierig


Bell International wuchs vor allem durch die Integration des akquirierten Geflügelspezialisten Hubers stark. Das Geflügelgeschäft sowie die Aktivitäten in Polen und Ungarn entwickelten sich positiv. In Frankreich und Tschechien haben dagegen die massiv erhöhten Rohstoffpreise die operativ erzielten Fortschritte teilweise wieder zunichte gemacht, so Bell.

In Deutschland tat sich Bell schwer. Der hohe Wettbewerbsdruck führte dazu, dass Produkte aus den Regalen von Detailhändlern fielen. Deshalb wurden beim Absatz und beim Umsatz die Vorjahreswerte nicht erreicht . Zudem verstärkten die stark angestiegenen Rohmaterialpreise für Schweinefleisch den Druck auf die Margen. Positiv stimmt Bell das Markengeschäft.

Erste Neu- und Umbauten

Für das laufende Geschäftsjahr geht Bell von «anspruchsvollen Rahmenbedingungen» aus, insbesondere durch weiterhin volatile Rohstoffpreise und einen andauernden intensiven Wettbewerb, wie das Unternehmen schreibt. Im Fokus der unternehmerischen Aktivitäten stünden die Integration der akquirierten Unternehmen, die Umsetzung des Investitionsprogramms in der Schweiz sowie weitere operative Fortschritte in allen Geschäftsbereichen.

Bei den Schweizer Produktionsstandorte wurden die ersten Projekte für die Standorte Basel und Oensingen konkretisiert. Bell rechnet damit, dass die ersten Vorhaben für Neu- und Umbauten 2017 zur Umsetzung gelangen.

 

 

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