20.06.2018 17:23
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
EU
Bauern sollen Markt selbst regeln
In der EU wurden die Zuckerquoten aufgehoben, die Preise sind seither deutlich gefallen. Der EU-Agrarkommissar Phil Hogan appelliert an die Selbstverantwortung der Rübenbauern. Eine Intervention seitens der EU hält er für das falsche Signal.

Landwirte und Raffinerien sollten ihre Produktion vermindern und selbst nach dem Ende der Zuckerquoten für ein Gleichgewicht auf dem Markt sorgen, sagte Hogan im EU-Agrarrat in Luxemburg.

Für das Wirtschaftsjahr 2018/19 schätzt er eine Produktion von 21 Millionen Tonnen Zucker. Zusammen mit Lagerbeständen von 2 Mio. t liege das Angebot damit deutlich über den 16,8 Mio. t aus dem Jahr 2017/18, warnt der EU-Agrarminister. 

Die EU sei nun Nettoexporteur von Zucker. Er erwartet Ausfuhren in der Höhe von 3 Millionen Tonnen Zucker. Weil auch Indien und Thailand auf dem Weltmarkt aktiv wurden, sank der Preis im April auf ein Rekordtief von 256 Euro/t (294 Fr.), berichtet aiz.info. Der Preis hat sich mittlerweile wieder auf rund 300 Euro/t (345 Fr.) erhöht. 

Von Interventionen durch die EU hält Hogan wenig. Trotz der tiefen Preise sei dies ein falsches Signal. Er will aber die «besorgniserregende» Situation auf dem EU-Zuckermarkt weiter beobachten.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE