9.10.2018 18:08
Quelle: schweizerbauer.ch - dha/ Video: dha/blu
Rapid
Video: Mähen vom «Liegestuhl» aus
Das Cosmos-Innovationsprojekt von Rapid tastet sich an die Zukunft heran. Das Unternehmen möchte einen teilautonomen Motormäher auf den Markt bringen. Am Dienstag wurde die Maschine im Feldeinsatz gezeigt.

Der Handgriff zum Starten und der Daumendruck zum Gasgeben erinnern an den klassischen Motormäher, der Mähbalken und die Stachelräder auch, der Rest der Maschine hebt die Mäharbeit aber auf ein neues Niveau. 

Lenker muss Gerät immer im Blick haben


Die hydrostatische Grundeinheit mit Briggs & Stratton-Motor mit 23 PS bringt den 500 kg schweren Einachsgeräteträger auf maximal 12 km/h Arbeitsgeschwindigkeit mit dem 3-Meter-Doppelmessermähbalken. Gelenkt wird die Maschine manuell per Fernsteuerung oder per GPS, wobei die Maschine (noch) keine Augen hat, weshalb der Lenker die Maschine immer im Blick haben muss und per Totmannschalter auf der Fernbedienung sichern.

Der Arbeitsablauf ist recht simpel: Manuell gelenkt wird zuerst eine Bahn um das Feld herum gemäht. Danach fährt der Mäher manuell zwei weitere Runden um das Feld, um genügend Platz zum Wenden und zusätzlicher Sicherheitsabstand zu bekommen. Nun beginnt der Mäher in Schichtlinie zu fahren und arbeitet das Feld teilautonom ab. Der Lenker muss das Gerät immer im Blick haben und den Totmannschalter auf der Fernbedienung betätigt halten.

Das Gerät ist laut Lukas Zumsteg von Rapid immer noch ein Prototyp. «Anfang dieses Jahrs haben wir Maschinen bei Landwirten getestet und erste Erkenntnisse mit der aktuellen Generation gewinnen können.» Für das Cosmos-Projekt seien die Möglichkeiten in Zukunft gross. «Warum gehen wir es nicht an, dass der Landwirt in Zukunft die Maschine nur noch auf dem Feld abstellt und später erst mit dem Ladewagen wiederkommt?» so Zumsteg weiter.  

Noch weit weg von Marktreife

Was die Entwickler der Maschine aber festhalten, ist die Tatsache, dass noch keine marktreife Version gebaut oder entwickelt ist, geschweige denn ein Geburtstermin für die serienreife Maschine. Auch einen Verkaufspreis hat die Maschine nicht. Daniel Schatzmann, der Entwicklungsingenieur, verrät nur, dass der Preis deutlich unter den anderen von Konkurrenten vorgestellten Maschinen sein werde. 

Für die Zukunft sucht Rapid neben dem Rüstungskonzern Ruag nun weitere Partner und Betriebe, welche die Weiterentwicklung des Cosmos-Mähers unterstützen. Insbesondere sollen Umgebungssensoren dazukommen und das Produkt soll mehr für den Hang und für mehr Vielseitigkeit in Sachen Anbaugeräten ausgelegt werden. Als Landwirt darf man also gespannt bleiben.

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