12.10.2018 18:26
Quelle: schweizerbauer.ch - dha
Robotik
Fütterungsroboter der nächsten Generation
Seit 2015 setzt Bernhard Wasem aus Wattenwil BE, in der Nähe von Thun BE, auf den Fütterungsroboter Lely Vector. Der Landwirt und Agronom bewirtschaftet einen 30-Hektar-Futterbaubetrieb mit rund 65 Milchkühen. Marcel Schwager, Verkaufsleiter Lely Vector, gibt schweizerbauer.ch Auskunft über den Lely Vector M2.

«Ich wollte damals ausbauen und der Futtermischwagen war zu ersetzen. Die effiziente und automatische Fütterung damit war sehr interessant, so haben wir uns für den Fütterungsroboter entschieden», erklärt Wasem. Der Landwirt zeigt sich mit der Investition zufrieden.

Roboter entnimmt Futtermenge

«Wir füttern sechs bis acht Mal am Tag, so kann die Herde kontinuierlich fressen, was den Pansen pH und die Futtereffizienz positiv beeinflusst. Zudem schiebt der Roboter das Futter regelmässig auf den Futtertisch zurück.» Wasem setzt zudem zum Melken einen Lely Astronaut und neuerdings im Stall einen Lely Discovery Entmistungsroboter mit Wasserdüsen ein.

Der Roboter entnimmt die Futtermenge mit einer Greifzange aus der Futterküche und befüllt damit den Misch- und Fütterungsroboter MFR. Der MFR verteilt das Futter danach an die entsprechenden Tiergruppen und misst immer die Futterhöhe, sodass nur dann gefüttert wird, wann es auch wirklich nötig ist. Bernhard Wasem füttert in seiner Ration Gras- und Maissilage, Zuckerrübenschnitzel und etwas Dürrfutter. Zusätzlich wird etwas Eiweisskonzentrat mit Mineralstoff dazu dosiert. Die Greifzange kommt auch mit wechselnden Lagermethoden zurecht, denn Bernhard Wasem lagert die Silage in Hochsilos und in Rundballen.

Interview mit Marcel Schwager, Verkaufsleiter Lely Vector, Lely Center Härkingen:

Der bekannte Fütterungsroboter Lely Vector geht nun mit dem M2 bereits in die nächste Generation. Was unterscheidet Ihn von seinem Vorgänger?
Die Erfahrungen der letzten fünf Jahren sowie von über 500 Praxisbetrieben weltweit haben uns aufgezeigt, in welchen Bereichen das Vector-System weiterentwickelt werden kannSo konnten wir mit dem M2 ein grosser Praxiswunsch nach einem Futtermagnet am Mischer-Auslass erfüllen und so zukünftig allfällige Fremdkörper beim Füttern aus der Mischung heraussortieren. Ebenfalls wurde die Anordnung der Schneidmesser optimiert wodurch wir die Misch- und Schnittqualität weiter verbessern konnten.

Welche Erwartungen haben Sie an den M2?
Neben den interessanten Weiterentwicklungen für die Tiergesundheit erwarten wir mit der neuen Generation M2 eine weitere Reduktion der Servicekosten, da unter anderem der Mischbehälter sowie die Mischschnecke neu aus Chromstahl sind. Dies darf sicher als grosse Aufwertung der Maschine bezeichnet werden. Das wird die Lebensdauer erhöhen.

Welche Gemeinsamkeiten haben die zwei Generationen?
Die Flexibilität, Einfachheit und Intelligenz des Systems haben überzeugt und werden entsprechend konsequent weiterverfolgt. Ich denke hier an die Flexibilität in der Futterküche, wo alle Futtermittel gelagert und gefüttert werden können, aber auch an den MFR, der sich ohne Führungsschiene bewegen und somit in jedes bestehende Gebäude integriert werden kann. Natürlich ist auch der Futterhöhensensor für die Fütterung nach Bedarf weiterhin Bestandteil des Systems. Heute kann der Landwirt sogar während des Tages verschiedene Futterzielhöhen dem System vorgeben. Konkret bedeutet dies, dass er beispielsweise nach dem Melken im Melkstand oder während der Weidezeit weniger oder mehr Futter vorlegen kann. Auch die Anbindung an unser intelligentes Managementsystem T4C ist zu erwähnen, das für den Landwirt die genauen Futterkosten pro Gruppe berechnet und ihm damit wichtige Daten für seine Managemententscheide zur Verfügung stellt. All diese bewährten Punkte in Kombination mit den neusten Weiterentwicklungen machen das Vector-System zum führenden AFS für Mast- und Milchbetriebe am Markt.

Ab wann ist er in der Schweiz erhältlich?
Der M2 ist ab sofort erhältlich. Schon in den nächsten Wochen werden die ersten Systeme in der Schweiz eingebaut.

Weshalb lohnt sich ein Besuch am Tag der offenen Stalltüren?
Zum 5-Jahresjubiläum des Lely-Vector-Systems in der Schweiz gewähren wir einen Einblick in fünf spannende Praxisbetriebe. Die Idee besteht darin, dass jeder und jede in allen Regionen der Schweiz einen Vector im Einsatz sehen kann. Wir möchten so die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Systems vom Mastbetrieb ohne Futterhöhe und Hochsilobeschickung bis zum silofreien Käsereibetrieb aufzeigen. Ebenfalls ein zentraler Punkt für uns ist der direkte Erfahrungsaustausch mit dem Betriebsleiter vor Ort. Wir sind überzeugt, dass jeder Besucher, jede Besucherin wichtige Erkenntnisse für Ihre eigene Betriebsstrategie nach Hause nehmen wird.

Tag der offenen Tür

5 Jahre Lely Vector Fütterungssystem in der Schweiz
Präsentation des neuen Vector M2 auf dem Betrieb der Familie Suter in Beromünster. 

Besuchen Sie am Dienstag, 16. Oktober 2018 die Betriebe in Ihrer Region. 

Von 9.00 - 12.00 und von 13.00 - 17.00 Uhr öffnen folgende Praktiker ihre Stalltüren:
Dummermuth Urs, Bureliweg 1, 3280 Greng (Milch, Hochsilo)
Wasem Bernhard, Gmeisstrasse 12, 3665 Wattenwil (Milch, Hochsilo)
Suter Josef & Irène, Wydacher, 6032 Beromünster (Milch, Hochsilo)
Hächler Fritz & Daniel, Chilacherhof 1, 5603 Staufen (Fleisch, Hochsilo)
Telser Martin & Madelaine, Rheinstrasse 62, 9496 Balzers (Milch, Hochsilo)

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