13.05.2014 11:25
Quelle: schweizerbauer.ch - Heinz Röthlisberger
Strassenverkehr
Wer telefoniert, hat keine Kontrolle über sein Fahrzeug
Unaufmerksamkeit und Ablenkung am Steuer gehören zu den häufigsten Unfallursachen in der Schweiz. Allein 2013 wurden rund 13'000 Unfälle von abgelenkten Fahrzeuglenkern mitverursacht. Die neuen Kampagne «Augen auf die Strasse» soll Lenker motivieren, sich auf das Fahren zu konzentrieren.

Zu viele Fahrzeuglenker sind durch Nebentätigkeiten von ihrer eigentlichen Aufgabe - dem Fahren - abgelenkt. Dies zeigt eine Umfrage, die die Allianz Versicherung bereits 2011 u.a. in der Schweiz durchführte: Rund 40% der Autofahrerinnen und Autofahrer telefonierten während der Fahrt, 30% schrieben oder lasen SMS oder E-Mails auf dem Smartphone oder dem Tablet und 50% stellten erst während der Fahrt ihr Ziel im Navi ein.

Andere werden gefährdet

Das Problem: Wer sich ablenken lässt, bringt sich und andere in Gefahr. Das zeigt auch die aktuelle Unfallstatistik des Bundesamts für Strassen. Nimmt man die polizeilich registrierten Unfälle als Basis, waren 2013 abgelenkte Fahrerinnen und Fahrer für 13'023 Unfälle mitverantwortlich.

Bei Ablenkung verlängert sich die Reaktionszeit massiv: beim Telefonieren oder SMS-Schreiben am Steuer um 30 bis 50%.

Die nationale Präventionskampagne «Augen auf die Strasse» will Fahrzeuglenker motivieren, die Aufmerksamkeit während der Fahrt wieder voll auf die Strasse zu richten. Das bedeutet vor allem verantwortungsvoll mit Infotainmentgeräten im Auto umzugehen. Das heisst: Anhalten zum Telefonieren, SMS-Lesen oder - Schreiben sowie Musik und Navi vor der Fahrt einstellen.

Nicht tolerieren

Zudem motiviert die Kampagne Beifahrerinnen und Beifahrer sowie Anrufende, Ablenkung am Steuer nicht zu tolerieren bzw. darauf einzuwirken dass Autofahrerinnen und -fahrer nicht abgelenkt werden.

http://www.augen-auf-die-strasse.ch/

 

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