8.02.2016 10:13
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Russland
Rus: Mehr Geld für Landtechnikindustrie
Die russische Regierung wird die Hersteller landwirtschaftlicher Technik in diesem Jahr stärker unterstützen. Wie Ministerpräsident Dmitrii Medwedew Ende Januar bei einer Sitzung der Regierungskommission für Importsubstitution mitteilte, sollen die Unternehmen insgesamt 10 Mrd. Rubel (130 Mio. Fr.) an Subventionen erhalten.

Darüber hinaus seien 500 Mio. Rbl (6.5 Mio. Fr.) für die Erneuerung des Landtechnikparks, der an den Hochschulen der Ausbildung diene, vorgesehen. Dem Regierungschef zufolge ist die Produktion der heimischen Landtechnikunternehmen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 um 30 Prozent gewachsen.

Unterdessen begrüsste Landwirtschaftsminister Alexander Tkachjow die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder für die Landtechnikbranche. Die 10 Mrd. Rbl (130 Mio. Fr.) seien das Doppelte der ursprünglich für 2016 zu diesem Zweck geplanten Mittel und würden es den Landwirten ermöglichen, etwa 20'000 Einheiten an neuer Landtechnik zu erwerben. Um konkurrenzfähig zu bleiben, benötigten die Landwirte allerdings rund 46'000 Einheiten jährlich, so der Minister.

Laut seinen Angaben haben die russischen Landwirte zuletzt im Jahresdurchschnitt etwa 12'000 neue Landmaschinen eingekauft. Es fehlten insgesamt rund 180'000 Traktoren und etwa 80'000 Mähdrescher. Dem Landwirtschaftsministerium zufolge befinden sich derzeit landesweit insgesamt rund 460'000 Traktoren im Einsatz, wovon etwa 60 % länger als zehn Jahre in Betrieb sind und ersetzt werden müssten.

Im vergangenen Jahr erhielten die Landtechnikproduzenten laut Tkachjow insgesamt 5,2 Mrd. Rbl (67 Mio. Fr.) dafür, dass sie den Landwirten beim Kauf von Maschinen Rabatte gewährten. Anfang 2015 habe die Regierung dafür lediglich 1,9 Mrd Rbl (25 Mio. Fr.) eingeplant. Die tatsächliche Subvention sei somit fast drei Mal so hoch gewesen wie ursprünglich vorgesehen. Die zusätzlichen Gelder hätten eine Zunahme der Einkäufe an einheimischer Landtechnik um ein Viertel ermöglicht. Auf der Krim, in Sibirien und im entfernten Osten seien es sogar bis zu 30% mehr gewesen.

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