3.10.2016 11:44
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Mähdrescher- und Pressenverkauf deutlich rückläufig
Mit einem insgesamt deutlichen Absatzrückgang ist die Vermarktungssaison für Mähdrescher und Pressen in Deutschland zu Ende gegangen.

Wie der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA Landtechnik) am vergangenen Donnerstag berichtete, haben die deutschen Landwirte und Lohnunternehmer im Zeitraum September 2014 bis August 2015 insgesamt nur rund 1'500 Mähdrescher und etwas mehr als 2'000 Ballenpressen gekauft. Im Vorjahr waren noch 1'891 Mähdrescher beziehungsweise 2'144 Ballenpressen abgesetzt worden.

„Ein solches Ergebnis bereitet uns naturgemäss keine Freude“, erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes, Bernd Scherer. Allerdings entspreche es „durchaus den Erwartungen“, zumal der heimische Landtechnikmarkt nach einer ungewöhnlich langen Stabilitätsphase nun „dem internationalen Trend“ folge, der zumindest kurzfristig gesehen nur sehr verhaltene Aussichten zulasse.

Während der Verkauf von Mähdreschern mit einem Minus von 20 % signifikant unter dem Niveau der vergangenen Jahre lag und der Markt für Rundballenpressen um etwa 7% zurückging, bot das allerdings relativ kleine Segment der Grosspackenpressen dem Verband zufolge „einen Lichtblick“. Mit einem Zuwachs von 16% hätten die Verkäufe bereits im zweiten Jahr in Folge zweistellig im Plus gelegen. „Eine klare Konsequenz des Strukturwandels“, erläuterte Scherer.

Wer heute in moderne Agrartechnik investiere, setze „in hohem Masse auf effiziente Großtechnik“. Niedrige Produzentenpreise hemmten dagegen „insbesondere die Liquiditätssituation und Investitionsbereitschaft kleiner Betriebe“. Mittelfristig rechnet der VDMA Landtechnik wieder mit steigenden Investitionen der Landwirte und Lohnunternehmer, zumal sich insbesondere im Milchsektor bereits erste Signale einer Erholung abzeichneten.

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