23.09.2019 17:36
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Smart Farming
Landwirtschaft: Digitale Helfer
An den Farmtagen der Swiss Future Farm (SFF) in Tänikon TG standen die digitalen Helfer in der Landwirtschaft im Fokus. An Praxisstationen und in der Innovationsschüür brachten sich die Besucher auf den neusten Stand.

Die Farmtage zeigten ein breites Spektrum von Arbeitsverfahren, dies beispielsweise auf einem frisch gesätem Zuckerrübenfeld. Im Fokus stand auch die mechanische Unkrautbekämpfung.

Nach der Ernte ist vor der Ernte

«Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen dieser Versuchsparzellen fliessen in die Überlegungen für die Saat im kommenden Frühjahr ein», lässt sich Christian Eggenberger, Leiter Beratung BBZ Arenenberg und Betriebsleiter Swiss Future Farm, in der Mitteilung zitieren.

Eine Station befasste sich mit dem Thema «Nach der Ernte ist vor der Ernte» auf einem abgeernteten Rapsfeld. Gezeigt wurden verschiedene Strategien und Verfahren zur Stoppelbearbeitung, um den Acker optimal vorzubereiten. «Dadurch können wir Kraftstoff einsparen und Herbizide reduzieren, wenn nicht sogar ganz darauf verzichten,» erklärte Nico Helmstetter, Projektleiter Swiss Future Farm von GVS Agrar.

Control Traffic Farming

An einer weiteren Praxisstation wurde das «Control Traffic Farming» demonstriert. Um den Boden schonend zu bearbeiten machE es vor allem bei Grossmaschinen Sinn, immer dieselben Fahrspuren zu benutzen, heisst es im Communiqué. Ebenfalls punktgenau erfolgt die ortsspezifische Düngung. 

«Wir erheben Daten anhand von Drohnenbildern oder Ertragsmessungen beim Dreschen. Diese dienen uns dann als Grundlage um die Nährstoffe sehr gezielt und nur bei Bedarf auszubringen,» so Nils Zehnder, Agricultural Engineer von Commercial Fuse AGCO.

In der Innovationsschür wurde Wissen zu Elektromobilität und erneuerbaren Energien in der Landwirtschaft vermittelt. Die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden. «Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass sich die Swiss Future Farm auch als Veranstaltungsort etabliert hat», heisst es in der Mitteilung.  Zudem hätten die SFF-Farmtage bewiesen, dass sich die Bevölkerung für das Thema digitale Landwirtschaft interessiere und es eine gute Austauschplattform brauche.

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