8.05.2017 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
Deal zwischen Monsanto und Deere geplatzt
Die 2015 vereinbarte Übernahme des „Precision Planting LLC equipment“-Geschäfts von Monsanto durch den Bau- und Landmaschinenhersteller Deere & Company ist gescheitert.

Nachdem 2016 bereits das US-Justizministerium rechtliche Schritte gegen die Transaktion eingeleitet und diese somit verzögert hatte, trat Monsanto nach Angaben beider ehemaliger Geschäftspartner vergangene Woche von der Akquisevereinbarung zurück.

Damit sei auch die „Digital Ag Connectivity“-Vereinbarung zwischen Deere und der Monsanto-Tochter „The Climate Corporation“ aufgelöst. Kunden der Climate FieldView-Plattform, die zurzeit von John Deere die Wireless- Data-Server-Technologie zur Datenübertragung nutzten, seien davon jedoch nicht betroffen. Auch die Übereinkunft mit Deeres Wettbewerber Ag Leader über erweiterte Zugangs- und Vertriebsmöglichkeiten von Precision-Planting-Produkten ist Deere zufolge nun hinfällig.

Monsanto ist indes nach eigenem Bekunden weiter am Verkauf der Sparte interessiert und im Gespräch mit mehreren Drittanbietern, die bereits Interesse bekundet hätten. Unmut war auf Seiten des Übernahmeinteressenten zu vernehmen, nachdem die Entscheidung Monsantos bekannt geworden war. „Wir sind zutiefst unzufrieden mit diesem Ergebnis, da wir nach wie vor davon ausgehen, dass der Kauf unseren Kunden zugutegekommen wäre“, betonte der Präsident der Abteilung Agricultural Solutions bei John Deere, JohnMay.

Beide Unternehmen hätten sich darauf vorbereitet, ihren Fall im weiteren Verlauf des Jahres erneut vor Gericht vorzubringen, um eine Zustimmung zu erlangen. „Unserer Ansicht nach bestand die Hürde für diese Transaktion in einer falschen Einschätzung des Marktes“, erklärte May. Die Richter hatten zuvor Bedenken geäussert, dass die Übernahme die Verwendung schneller und präziser Pflanztechnologie für die Bauern zu teuer hätte werden lassen.

 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE